Entgiftung

HPU – Eine häufige Stoffwechsel- & Entgiftungsstörung

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) ist eine genetisch bedingte Stoffwechselvariante. Durch eine Störung im Häm-Aufbau werden enzymaktivierende Cofaktoren unbemerkt über den Urin ausgeschieden.

Dies führt zu einem dauerhaften, chronischen Mangel an aktivem Vitamin B6 (Pyridoxal-5-Phosphat), Zink und Mangan. Da diese Mikronährstoffe für hunderte Enzymreaktionen essenziell sind, schwächt die HPU primär die körpereigene Phase-II-Entgiftung sowie die Synthese von Botenstoffen und Energie (ATP).

Mögliche funktionelle Folgen einer unentdeckten HPU:

  • Erschöpfung & Stressintoleranz: Chronische Müdigkeit, reduzierte Belastbarkeit
  • Immunsystem & Haut: Neigung zu Allergien, Intoleranzen und Hautproblemen
  • Verdauungstrakt: Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Reizdarm-Sympatomatik
  • Nervensystem & Stimmungsregulation: Konzentrationsstörungen, innere Unruhe
  • Hormonelle Dysbalancen: PMS, Zyklusschwankungen, Schilddrüsenstörungen

Klarheit durch gezielte Labordiagnostik

Die Diagnostik erfolgt unkompliziert über eine spezielle Urinanalyse für zu Hause. Das passende Test-Set können Sie direkt in meiner Praxis abholen.

Ganzheitliches Behandlungskonzept

Eine erfolgreiche Begleitung erfordert ein strukturiertes, phasenweises Vorgehen:

  • Vital- & Stoffwechselanalyse: Neben den fundierten Labordaten geht es vor allem darum, Ihre individuelle Lebensweise und Ihre persönlichen Stressquellen in ihren tatsächlichen Auswirkungen richtig einzuschätzen.
  • Ernährungsanpassung & Entlastung: Eine individuell angepasste Ernährung entlastet das Immunsystem, reguliert das Hormongefüge und leitet die Basisentgiftung ein.
  • Stress- & Nebennieren-Regulation: Die Entlastung der vegetativen Stressachse bremst den bei HPU immens erhöhten Mikronährstoffverbrauch.
  • Kofaktoren & Gezielte Ausleitung: Schrittweise werden aktive Vitamine (wie P-5-P) und Mineralien zugeführt sowie bei Bedarf tiefergehende Ausleitungsverfahren (z. B. Schwermetalle) ergänzt.

Systemische Entgiftung & Chelat-Therapie

Fundament & Darm-Leber-Achse

Am Beginn jeder wirksamen Entgiftung steht die Stärkung der Ausscheidungsorgane – allen voran Leber, Nieren und Darm. Eine gezielte Ernährungsanpassung entlastet den Stoffwechsel von Antinährstoffen und bildet die Basis für die Geweberegeneration.

Ist die Darmschleimhaut durch Fehlbesiedlung oder Toxinbelastung geschädigt (Leaky-Gut-Syndrom), zirkulieren Giftstoffe im enterohepatischen Kreislauf dauerhaft zwischen Darm und Leber. Dies belastet nicht nur das Entgiftungsorgan, sondern triggert auch das Immunsystem.

Empfehlung: Erfahren Sie in diesem kurzen Video, wie eine gestörte Darmschleimhaut Entgiftung und Immunabwehr beeinträchtigt:

▶ Video ansehen: Darmbarriere und Immunsystem

Erneuerung der Zellmembranen

Eine fundamentale Säule der tiefgreifenden Entgiftung bildet der Einsatz von Phosphatidylcholin. Es unterstützt die Erneuerung geschädigter Zell- und Mitochondrienmembranen, fördert den Gallefluss und stellt die grundlegende Transportfähigkeit der Zellen wieder her.

Tiefenentgiftung des Bindegewebes

Darauf aufbauend kommen orthomolekulare Strategien sowie gezielte Chelat-Therapien zum Einsatz.

Komplexbildner (wie z.B. EDTA) können die im Gewebe eingelagerten Schwermetalle sicher binden und über die Nieren und die Leber kontrolliert zur Ausscheidung bringen. Dies entlastet blockierte Enzymsysteme und schafft die Voraussetzung für eine tiefgreifende Zellregeneration.



„Was die Lunge nicht ausscheiden kann, muss der Darm ausscheiden. Was der Darm nicht ausscheiden kann, das muss die Niere ausscheiden. Was die Niere nicht ausscheiden kann, muss die Haut ausscheiden.“

– Chinesisches Sprichwort –